Zum Inhalt springen
Die BAsilika St. Suitbertus von außen
Die BAsilika St. Suitbertus von außen
Die BAsilika St. Suitbertus von außen
Die BAsilika St. Suitbertus von außen
Die BAsilika St. Suitbertus von außen
St. Suitbertus
Die Basilka St. Suitbertus von innen
Die Basilka St. Suitbertus von innen
Die Basilka St. Suitbertus von innen
Die Basilka St. Suitbertus von innen
Die Basilka St. Suitbertus von innen
St. Suitbertus

Basilika St. Suitbertus

Regelmäßige Gottesdienste:

Sonntag um
08.30 Uhr Stille Messe (nicht in den Sommerferien)
11.00 Uhr Hochamt
17.15 Uhr Vesper oder stille Anbetung
18.00 Uhr Heilige Messe

Montag um 08.30 Uhr Heilige Messe

Dienstag um 08.30 Uhr Heilige Messe 

Donnerstag um
07.20 Uhr Heilige Messe

Freitag um
18.30 Uhr Heilige Messe, anschl. Stille Anbetung
18.00 Uhr Rosenkranz 

Dienstag-Freitag: 07.00 Uhr Laudes

Adresse
Suitbertus‑Stiftsplatz 
40489 Düsseldorf (Kaiserswerth)

Um 700 erhielt der angelsächsische Mönch und Missionar Suitbertus (Swidbert) vom fränkischen Hausmeier Pippin von Heristal eine Insel im Rhein, Werth, zur Gründung eines Klosters geschenkt, vermutlich Bau einer kleinen Klosterkirche St. Petrus, archäologisch bisher nicht nachgewiesen

Am 1. März 713 verstarb der zum Bischof geweihte Suitbertus und wurde in dieser Kirche begraben

4. September 803 Heiligsprechung Suitbertus

Um 900 Patroziniumswechsel zu St. Suitbertus

Vermutlich im 10. Jh. dreischiffiger Bau

Im Verlauf des 11. Jh. Umwandlung des Klosters in ein Kanonikerstift

Um 1050 Errichtung Westbau

Vor 1150 Verbreiterung Langhaus und Errichtung Querhaus mit seitlichen Apsiden nach Osten

Nach Belagerung von 1215 bis 1237 Erneuerung und vielleicht Einwölbung von Mittelschiff und Querhaus, Bau Westturm und 1237 Weihe der spätromanischen Choranlage 

Ab 13. Jh. Verlandung des Rheinarms, Ende der Insellage 

1702 Belagerung Kaiserswerths und Zerstörung des Westturms

Bis 1717 Wiederaufbau und barocke Innenausstattung

1803 Aufhebung des Stiftes in der Säkularisation, Übernahme der Kirche durch die Pfarrgemeinde

1870-77 Gesamtrestaurierung: Errichtung von vier neoromanischen Türmen, neoromanische Innenausstattung, Architekten August Rincklake, Caspar Clemens Pickel, Düsseldorf

1945 starke Kriegszerstörungen insbesondere der Westfassade; Wiederaufbau, Verzicht auf Türme, stattdessen schlichter Dachreiter über der Vierung, Architekten Helmut Hentrich, Helmut Heuser, beide Düsseldorf

1961-66 Restaurierung, Architekt Adolf Hützen, Düsseldorf

1989-94 Grundinstandsetzung mit Rekonstruktion der spätromanischen Innenraumfarbfassung, Architekt Eberhard-Werner Richter, Düsseldorf

Die romanische Pfeilerbasilika wurde im 11. Jahrhundert begonnen und erhielt nach mehreren Erweiterungen 1237 ihre heutige Form.

Charakteristisch sind die hohen, spitzbogigen Chorfenster und die klare Dreiteilung von Langhaus, Querhaus und Chor.

Nach der Zerstörung im Jahr 1702 erfolgte ein Wiederaufbau, der bis 1870 das Erscheinungsbild prägte.

Pfarrer Alois Dauzenberg ergänzte im 19. Jahrhundert das Bauwerk durch zwei Westtürme und Chortürme im neuromanischen Stil.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Basilika ohne Türme restauriert und 1995 farblich in den ursprünglichen Zustand des 13. Jahrhunderts versetzt.

Reliquienschrein des hl. Suitbertus: Der goldene Schrein von 1264 birgt die Gebeine der Heiligen Suitbertus und Willeicus und ist Mittelpunkt der Verehrung.

Wertvolle Epitaphien, u. a. das Spee-Epitaph von 1991 am Seitenchor.

Farbgestaltung: Seit 1995 leuchtet die Kirche wieder in den ursprünglichen mittelalterlichen Farbtönen des 13. Jahrhunderts.

Architektonische Einheit: Der romanische Bau mit seinen hohen Spitzbogenfenstern und der klar gegliederten Choranlage bildet ein harmonisches Ganzes.

Spirituelles Zentrum: Seit 1967 Basilica minor und Ziel zahlreicher Pilger.

Bis heute wird das Suitbertusfest am Sonntag nach dem 3. September gefeiert.

Langseite C des Suitbertusschreins

Der Suitbertus-Schrein zählt neben dem Dreikönigenschrein im Kölner Dom und dem Heribertschrein in Köln-Deutz zu den herausragenden Großreliquiaren der Region. Besonders bemerkenswert ist, dass sich der figürliche Schmuck des Schreins nahezu vollständig erhalten hat. Die letzte Begutachtung im Jahr 2018 zeigte jedoch Schäden, insbesondere an den metallenen Beschlägen des Daches und der Seitenflächen. In der Goldschmiede und Metallrestaurierungswerkstatt des Kölner Domes wurden über 1100 vergoldete Kupfer- und Silberbeschläge abgenommen, dokumentiert und einer umfassenden Konservierung unterzogen. Auch der Holzkern des Schreins wird in einer spezialisierten Holzrestaurierungswerkstatt behandelt.

Eine Sonderausstellung in der Domschatzkammer in Köln macht die Restaurierungsarbeiten sichtbar – wodurch die Arbeiten um den Erhalt dieses einzigartigen Kunstwerks unmittelbar erlebbar werden. Die Ausstellung ermöglicht erstmals einen direkten Blick auf die abgenommenen mittelalterlichen Figuren, Reliefs, Zierbleche, Säulen und Dachknäufe des Schreins. Es ist eine seltene Gelegenheit, die Restaurierung eines einzigartigen Kunstwerks Schritt für Schritt nachvollziehen zu können.

Wir hoffen, dass der Schrein in diesem Jahr zum Suitbertusfest wieder in der Basilika St. Suitbertus sein wird.

Seitenansicht der Stirnseite des Suitbwertusschreins Seitenansicht der Stirnseite des Suitbwertusschreins
Restauratorin bei der Arbeit

Henrichs, Norbert: St. Suitbertus in Kaiserswerth – Von ihren Anfängen bis heute. Düsseldorf: Kath. Kirchengemeinde St. Suitbertus, 2014.

Pfarrarchiv St. Suitbertus (Hg.): Dokumentation zur Restaurierung und Farbgestaltung der Basilika St. Suitbertus 1995. Düsseldorf, 1996.

Erzbistum Köln, Denkmalpflegeamt: Bericht zur baulichen Erhaltung der Basilica minor St. Suitbertus. Köln, 1995.

Landeskonservator Rheinland (Hg.): Baudenkmäler im Rheinland – Kaiserswerth und seine Kirchen. Köln, 1998.

Manfred Becker‑Huberti (Hrsg.): Düsseldorfer Kirchen. Die katholischen Kirchen im Stadtdekanat Düsseldorf. Köln 2009.