Um 700 erhielt der angelsächsische Mönch und Missionar Suitbertus (Swidbert) vom fränkischen Hausmeier Pippin von Heristal eine Insel im Rhein, Werth, zur Gründung eines Klosters geschenkt, vermutlich Bau einer kleinen Klosterkirche St. Petrus, archäologisch bisher nicht nachgewiesen
Am 1. März 713 verstarb der zum Bischof geweihte Suitbertus und wurde in dieser Kirche begraben
4. September 803 Heiligsprechung Suitbertus
Um 900 Patroziniumswechsel zu St. Suitbertus
Vermutlich im 10. Jh. dreischiffiger Bau
Im Verlauf des 11. Jh. Umwandlung des Klosters in ein Kanonikerstift
Um 1050 Errichtung Westbau
Vor 1150 Verbreiterung Langhaus und Errichtung Querhaus mit seitlichen Apsiden nach Osten
Nach Belagerung von 1215 bis 1237 Erneuerung und vielleicht Einwölbung von Mittelschiff und Querhaus, Bau Westturm und 1237 Weihe der spätromanischen Choranlage
Ab 13. Jh. Verlandung des Rheinarms, Ende der Insellage
1702 Belagerung Kaiserswerths und Zerstörung des Westturms
Bis 1717 Wiederaufbau und barocke Innenausstattung
1803 Aufhebung des Stiftes in der Säkularisation, Übernahme der Kirche durch die Pfarrgemeinde
1870-77 Gesamtrestaurierung: Errichtung von vier neoromanischen Türmen, neoromanische Innenausstattung, Architekten August Rincklake, Caspar Clemens Pickel, Düsseldorf
1945 starke Kriegszerstörungen insbesondere der Westfassade; Wiederaufbau, Verzicht auf Türme, stattdessen schlichter Dachreiter über der Vierung, Architekten Helmut Hentrich, Helmut Heuser, beide Düsseldorf
1961-66 Restaurierung, Architekt Adolf Hützen, Düsseldorf
1989-94 Grundinstandsetzung mit Rekonstruktion der spätromanischen Innenraumfarbfassung, Architekt Eberhard-Werner Richter, Düsseldorf


