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Männerkreis

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Männerkreis

Der Männerkreis ist ein Zusammenschluss von Männern aus Unterrath/ Lichtenbroich innerhalb der Gemeinschaft katholischer Männer (GKM) im Erzbistum Köln. Neben Gesprächen soll das Gebet nicht fehlen. So erfolgt an jedem 1. Donnerstag im Monat das Abendgebet für die Gemeinde in der Kapelle von Haus St. Josef, Kürtenstraße, gegenüber der Kirche Maria unter dem Kreuze.

Einladung zum Abendgebet in Unterrath an jedem 1. Donnerstag um 18 Uhr

Impuls zum Abendgebet vom 5. März 2026

Thema: Mit Maria auf dem Kreuzweg

Sie werden sich gewundert haben, dass wir heute Abend hier vor der Pieta Platz genommen haben. Ich möchte heute Abend Abstand nehmen vom Gang zu den Bildern von 1 – 14 und mit Ihnen und Maria, der Mutter Jesu, einige Stationen des Kreuzweges gehen, vor dieser Mariendarstellung. In dieser Pieta finden wir vieles von dem wieder, was uns heute Abend bewegen könnte: Schmerz, Not, Verlust, Abschied aber ebenso auch Freude, Trost, Hoffnung und Zuversicht. Beginnen wir mit dem Schmerz. Eine Pieta ist ein Bild, des Schmerzes und der Schmerz ist eine Erfahrung, die ein wesentlicher Teil unseres Lebens ist, die unsere Gesellschaft aber so gern ausblendet und verdrängt. Lebensfreude, Spaß, Unterhaltung und Feier ist bei uns gefragt. Für Schmerz, Krankheit, Leiden und Tod ist oft wenig Raum in dieser Welt. Maria verweist uns mit ihrem Leben auf jene Wirklichkeit, die wir so gern verdrängen.Sehr schnell wurde sie daher von den Menschen als Inbegriff von Leiden und Schmerz dargestellt. Wenn wir auf ihr Leben schauen, dann hat Gott ihr wirklich sehr viel zugemutet: Eine geheimnisvolle Mutterschaft, die Mühsal von Geburt und Erziehung ihres Sohnes, das zeitlebens schwierige Verhältnis zu Jesus und nicht zuletzt den gewaltsamen Verlust des einzigen Kindes. Sie hat wahrlich mehr Schmerzen aushalten müssen als uns der Gedenktag der 7 Schmerzen Mariens daran erinnert. Maria lebt und erlebt das alles nicht unangefochten. Nein, im Evangelium heißt es immer wieder: Sie verstand nicht, sie dachte nach, sie bewahrte alles in ihrem Herzen. Dennoch hält sie durch, bleibt sie, fast allein,  auch noch unter dem Kreuz. Was sie hält und trägt, ist allein ihr Glaube. In diesem Glauben ist sie uns Schwester aber auch Vorbild und Trost.

Wir wollen heute Abend all die Menschen einschließen, die vor lauter Ratlosigkeit, Leid und Tod nicht  mehr weiter wissen. Gesellen wir uns geschwisterlich zueinander mit Maria, der Schwester unseres Glaubens.  

Zum Schluss: 

Allmächtiger ewiger Gott, wir sind in unserer Betrachtung im Glauben, im Vertrauen, in der Hoffnung und Sehnsucht mit Maria den Weg gegangen, dass auch wir unser Kreuz im Alltag tragen können und unser Weg nicht im Tod endet sondern der Weg ist zum bleibenden ewigen Leben. Schenke allen, für die wir hier gebetet haben, deinen Segen und führe du auch unsere Verstorbenen wie auch uns einst zur Auferstehung mit dir, durch Christus unseren Herrn. Amen.              

 

Klemens Steffens